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Klassische Musik und Oper von Classissima

Henry Purcell

Mittwoch 28. September 2016


ouverture

6. Mai

Simone Kermes - Love (Sony)

ouvertureSimone Kermes besingt die Liebe. Ihr neues Album, das sie gemeinsam mit dem italienischen Ensemble La Magnifica Comunità unter Enrico Casazza eingespielt hat, heißt schlicht Love – und es ist umwerfend. Die Sängerin präsentiert 17 Stücke aus drei Jahrhunderten und vier verschiedenen Ländern, italienische, spanische, französische und englische Arien und Lieder. Es sind bekannte Melodien dabei, wie Monteverdis Lamento della ninfa oder Dido's Lament von Henry Purcell, und weniger bekannte, beispielsweise von Barbara Strozzi oder Tarquinio Merula.  Ob Liebesgeflüster, Liebesklage oder Liebeswahn – Kermes findet zu jeder Melodie einen ganz eigenen Zugang. Die Sopranistin gestaltet jedes Stück höchst individuell, und verleiht jedem Lied, jeder Arie unverwechselbare Klangfarben. Dabei zeigt sie sich stimmlich sehr flexibel – Kermes kann große Oper, sie kann Koloraturen, aber sie kann auch vermeintlich „einfache“ Melodien und schlichte Songs, ganz ohne Brimborium und nahezu ohne Vibrato.  La Magnifica Comunità gibt den Liedern und Arien aus der Renaissance und der Barockzeit jeweils einen musikalisch enorm gut passenden Rahmen. Die Arrangements sind eher sparsam, aber nicht kärglich; die einzigartige Stimme der Sängerin steht klar im Mittelpunkt. Bravi! 

Klassik am Mittag

12. September

Musik von Henry Purcell

Sendung Nummer 736 13.9.2016 & 18.9.2016, 12 Uhr Henry Purcell - der Orpheus britannicus - hat wunderbare Liebeslieder geschrieben. Hören Sie mal rein. __________________________________________________ Playlist: 1.) Henry Purcell LOVE SONGS Dorothee Mields Sopran, Lautten Compagney Berlin, Wolfgang Katschner Plattenverlag: Carus Erscheinungsjahr: 2010__________________________________________________






ouverture

3. Januar

English Royal Funeral Music (Ricercar)

Diese CD, eingespielt vom Ensemble Vox Luminis, macht noch heute deutlich: Als Queen Mary im Februar 1695 zu Grabe getragen wurde, war dies auch musikalisch ein Ereignis. Die Gattin des englischen Königs hatte nach ihrer Krönung 1686 das Land regiert, dieweil William III. in erster Linie damit beschäftigt war, Krieg zu führen. Im Dezember 1694 starb sie an den Pocken.  Für diese Aufnahme hat das Ensemble Vox Luminis unter Lionel Meunier die gesamte Musik zusammengetragen, die beim Begräbnisgottes- dienst für die Königin erklungen ist. Der Sarg wurde in einem langen Trauerzug von Whitehall bis hin zur Westminster Abbey begleitet. Dazu schlugen dumpf die Trommeln, und es erklangen zwei Trauermärsche für Oboenensemble, die von den Hofmusikern John Paisible und Thomas Tollett komponiert worden waren. Diese Klangkulisse ist nun auf CD zu erleben. Den Einzug in die Kirche geleiteten dann die Zugtrompeter mit einem weiteren Trauermarsch, geschrieben von Henry Purcell.  Beim feierlichen Gottesdienst erklangen am englischen Hof traditionsge- mäß die Funeral Sentences von Thomas Morley. Als allerdings die Noten für die Beisetzungsfeierlichkeiten von Queen Mary herausgesucht wurden, fehlte eines dieser Stücke. Und so schrieb Purcell das Thou knowest, Lord (Z 58b), ganz bewusst im Stile Morleys.  Ergänzt werden diese Stücke, die im Rahmen der Liturgie erklungen sind, auf der CD durch weitere Trauermusiken Purcells, deren Bestimmung unbekannt ist, sowie durch ähnliche Stücke zweier weiterer bedeutender Komponisten. So erklingt Death hath deprived me, eine Totenklage für Morley, geschrieben von Thomas Weelkes, sowie Trauermusiken von Thomas Tomkins, der wie Morley ein Schüler von William Byrd war.  Das Ensemble Vox Luminis unter Lionel Meunier singt ergreifend, und auch Les Trompettes des Plaisirs unter Jean-François Madeuf sowie das Oboenensemble Lingua Franca unter Benoît Laurent präsentieren sich herausragend. Eine exzellente Aufnahme, die man unbedingt gehört haben sollte, wenn man sich für „Alte“ Musik sowie für Funeralmusik interessiert. 

Klassische Musik und Oper von Classissima



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